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Steinernes Meer - Location Check
posted: 19.07.2012
by: Sandra Auer
tags: Action & Sports , , outdoor , , , MountainbikeDer erste Tag am Meer
Für den MTB-Trial-Fahrer und Dotz Teamrider Tom Öhler war es eher Neuland, beim Bikebergsteiger Harald Phillip konnte man schon eher von einem Heimspiel sprechen - am dritten Juniwochenende wagten sich die beiden Bikesportler, die man sonst nur selten ohne ihr Mountainbike antrifft, ausnahmsweise zu Fuß in neues Terrain. Ihr Weg führte sie hinauf auf rund 2.200 Meter in die beeindruckende Berglandschaft des "Steinernen Meers" bei Saalfelden, einem Karsthochplateau der Nördlichen Kalkalpen.
Anlass für diesen Aufstieg ist ein gemeinsames Projekt, das Harald und Tom im Juli dieses Jahres verwirklichen wollen: die Befahrung dieses hochalpinen, felsigen Geländes mit ihren Mountainbikes. Den Anstoß für diese Idee findet man auf ca. 2.177 Meter Meereshöhe auf einem kleinen Felsvorsprung, wo seit nun fast 40 Jahren ein altes Waffenrad im Gestein hängt. Ein Mythos besagt, dass in den 70er Jahren ein Soldat versucht hatte, das "Steinerne Meer" mit diesem Waffenrad zu überqueren. Er scheiterte jedoch kurz nach einer Alpenvereinshütte, dem Riemannhaus, und schaffte es nicht, seine Mission zu vollenden. Eine Gruppe von Kletterern soll das Rad dann in die steile Wand des Sonnensteins gehängt und so verewigt haben.
Recherchearbeiten rund um diese Erzählungen und vor allem das Auskundschaften der Wegbedingungen in dieser unbarmherzigen Steinlandschaft führten Harald und Tom für eineinhalb Tage in die Berge. Eigentlich sollten die Fahrräder mit im Gepäck sein, doch die Überreste des schneereichen Winters zwang die beiden dann doch zu Fuß zu gehen.
Bilder: Harad Phillip
Nach erfolgreichem Locationcheck und natürlich auch ein wenig Hüttengaudi, stehen mittlerweile bereits drei Gipfel auf der sportlichen To-Do-Liste: das Breithorn (2.504 Meter), der Wurmkopf (2.451 Meter) und der Sommerstein (2.305 m) scheinen befahrbar zu sein und ob Harald und Tom mit ihren Einschätzungen richtig liegen, wird sich sehr bald herausstellen. Bei einer Sache sind sich beide jedoch jetzt schon einig. Die gesamte Abfahrt zurück ins Tal wird nur zum Teil möglich sein.
Text: Ines Schneider