• Auftakt zur King of Europe-Serie

    posted: 24.04.2012
    by: Christian Horvath
    tags: Action & Sports
    Im polnischen Posen fand am Wochenende der erste Lauf zur King Of Europe-Saison 2012 statt. Die heimischen Drifter dominierten das Rennen.


    Ein Rekordstarterfeld von 67 Autos fand sich am Wochenende im westpolnischen Posen ein, um beim ersten Rennen der neuen King of Europe-Saison auf dem Highspeed-Kurs die besten Drifter zu küren. Die polnische Drift-Szene, die als eine der Besten in Europa gilt, stellte gleich rund 50 der Teilnehmer.


    Aber nicht nur am Start waren die Massen, auch der Besuch im driftbegeisterten Polen setzte Maßstäbe: Schätzungen zufolge waren am Finaltag alleine rund 8.000 Drift-Fans auf den Tribünen. Das hohe Level zieht die Massen an.


    Am Samstag standen erst Training und dann die Qualifikation auf dem Programm. Nachdem es am Vormittag noch geregnet hatte und die Fahrer das Auto dementsprechend abstimmten,...


    ...waren nach den ersten Anlaufschwierigkeiten alle auf die Gegebenheiten eingestellt.


    Als die Sonne die Strecke aufgetrocknet hatte, konnten die hiesigen Fahrer ihre Fähigkeiten in Autos unter Beweis stellen, die wahre PS-Monster sind: bis zu 700 Pferde bringen viele der polnischen Drifter auf die Straße.


    So etwa das RB Drift Team, das nicht nur einen professionellen Auftritt im Fahrerlager hatte, sondern an diesem Drift-Wochenende noch ein paar Worte mitgeredet hat.


    Die Qualifikation für die Top 32 des Renn-Wochenendes war dann klar in polnischer Hand. In einem auf hohem Niveau stehenden Bewerb setzte sich Pawel Trela mit seinem Nissan 200SX S13 mit 540PS und 780Nm an die Spitze.


    Hinter ihm sein Landsmann Bartosz Stolarski vom RB Team. Der Fahrer des Nissan Silvia LS2 S14 mit 600PS meinte danach, dass es für ihn in erster Linie wichtig sei, Spaß beim Rennen zu haben. Der Spaß für Stolarski sollte weiter gehen.


    Dritter in der Quali war mit Marcin Mospinek ebenfalls ein Pole. Mospinek, der nach der Quali selbstkritisch meinte, dass seine Drift-Fähigkeiten „besser sein könnten“, fuhr seinen mehr als 400 PS starken BMW E30 mit einem E39-Motor aus dem M5 mit einer traumwandlerischen Sicherheit um die Kurven.


    Weniger Sicherheiten gab es für das Dotz Team. Das erste Rennen mit der Tuningfirma als Co-Sponsor der King of Europe-Serie ging ohne die beiden Dotz Teamrider in den zweiten Tag. Adam Kerenyi, Zweiter der Serie 2011,...


    ...musste aufgrund technischer Probleme mit seinem Trainingswagen in Posen antreten und war mit den 320 PS praktisch chancenlos gegen die hochgerüsteten Gegner. Kerenyi verpasste als 34. das Finale der besten 32 ganz knapp.


    Etwas schlechter erging es Sebastien Cornec. Der Franzose, ebenfalls mit einem Ersatzwagen in Polen,...


    ...konnte sich nach einer verpatzten Qualifikation nur auf Rang 51. klassieren und war am zweiten Tag ebenso zum Zuschauen gezwungen.


    Inzwischen hatte Dotz Girl Anna ihren Auftritt: die Fans strömten in den Pausen ins Fahrerlager, um sich Poster mit ihren Autogrammen am Dotz Stand zu holen, der mit Sonnenstühlen und Giveaways zahlreiche Fans anlockte.


    Sonntag Mittag war es dann so weit: die besten 32 Drifter des Wochenendes wurden von King Of Europe-Organisator Mike Proceur noch einmal gebrieft, bevor es mit den K.O.-Runden losging.


    Kaum besser erging es dem nächsten Dotz Teamrider. Der Italiener Diego Quaranta, King of Europe-Champion 20111, kam erstmals mit seinem neuen Auto, einem 1er BMW mit rund 340PS zum Rennen und rutschte in der ersten Battle-Runde von der Strecke.


    Trotz einer guten Performance hatte Quaranta nach dem 19. Quali-Platz in der ersten Runde keine Chance mehr.


    Während der Sieger der Qualifikation, Pawel Trela, in der zweiten Runde Pech hatte, einen Reifenstapel touchierte und sich danach den Kühler zerstörte, war die Elite trotzdem fast ausschließlich polnisch. Ein weiteres Beispiel für das extrem hohe Drift-Niveau im Land. Das erste Seminfinale war ein rein polnisches mit Maciej Bochenek (Nissan Skyline R33 mit 450PS) gegen Maciej Jarkiewicz (BMW M3). Bochenek konnte sich nach zwei engen Läufen knapp durchsetzen.


    Im zweiten Halbfinale hatte der Italiener Francesco Conti (BMW M3 E92) alle Hände voll zu tun, den 600 PS-Silvia von Stolarski in Schach zu halten, konnte das Rennen aber relativ ausgeglichen gestalten. Im Re-Run konnte Conti Stolarski durch eine taktische Finte in der letzten Kurve zu einem Fehler zwingen und zog somit ins Finale ein.


    Und während Stolarski sich im Rennen um den dritten Platz gegen Jarkiewicz durchsetzen konnte...


    ...lautete das große Finale also Maciej Bochenek gegen Francesco Conti. Die 8.000 Zuschauer kamen bei den beiden engen Battles voll auf ihre Rechnung und konnten letztlich lautstark einen Heimsieg bejubeln.


    Maciej Bochenek setzte sich knapp durch und heimste somit die ersten Siegerpunkte bei der King Of Europe-Saison 2012 ein.


    Das Podium in Posen (v. li.) Der zweitplatzierte Francesco Conti, Sieger Maciej Bochenek und Bartosz Stolarski.

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