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Masse mit Klasse ist das Motto der Autobauer, die sich am Genfer See beim Autosalon präsentieren. Die Fahrzeuge werden nicht nur kompakter, sondern auch immer Sprit-effizienter. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Der 82. Genfer Auto-Salon wartet mit 180 Welt- und Europremieren auf. Dotz hat sich im Zuge seines Messeauftritts umgesehen.
Noch bis zum 18. März können Besucher die neuesten Modelle und Technologien von rund 30 der bedeutendsten Fahrzeughersteller der Welt kennenlernen.
Mit gutem Gewissen voraus geht BMW mit dem i8. Rein elektrisch bewegt, liegt die Reichweite des 2+2-sitzigen BMW i8 mit seinen netten 550Nm bei rund 35 Kilometer, dann sind die Lithium-Ionen-Akkus im Mitteltunnel des Passagierabteils leergesaugt. Für einen Ladevorgang an der Steckdose werden unter zwei Stunden veranschlagt. Läuft der Benziner mit, soll der BMW i8 einen Normverbrauch von 2,7 Liter realisieren können.
Alltagsautos geben in Genf den Ton an. Mercedes hat etwa seine neue A-Klasse vorgestellt, die mit ihren Formen auf ein jüngeres Zielpublikum als bisher abzielt. Neben den drei Dieseln (109 bis 170 PS) sind auch alle Benziner mit Turbo ausgestattet. Leistung: von 115 bis 211 PS. Kein Modell wird es unter 20.000 Euro geben. Ähnlichkeiten mit der bekannten A-Klasse: Null.
Dass die Alltagsautos auch etwas Pepp bekommen, haben sich auch einige Tuner in Genf eingestellt: ABT hat dem Up ein neues Fahrwerk verpasst und ihn mit Scheinwerferblenden und einem Dekorset auf „Swinging Sixties“ getrimmt.
Etwas sportlicher zeigt sich Mercedes neben der A-Klasse: Der SL 63 AMG wirft 564 PS und 900 Newtonmeter auf die Straße. Entsprechend fallen die Fahrleistungen aus: Von null auf 100 km/h geht es in 4,2 Sekunden. Tempo 200 ist nach 12,6 Sekunden erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 250kmh elektronisch begrenzt.
Aufsehen erregt hat Nissan mit dem Infiniti Emerg-E. Dank zweier Elektromotoren mit jeweils 204 PS beschleunigt der Zweisitzer schneller als ein Porsche 911 und verbraucht weniger als der VW Up.
Bei der Toyota-Tochter Lexus kommt im LF-LC ein Vollhybrid zum Einsatz. Der dynamische Schnitt soll einen Vorgeschmack auf die künftige Designsprache bei Lexus geben.
Neben sportlicher Straßentauglichkeit zeigen die Produzenten in Genf aber auch pure Sportlichkeit: Citroen brachte den Rallyweltmeister-Wagen von Sebastien Loeb mit, der den Franzosen mit seinen rund 300PS seit 2010 erfolgreich über die Pisten dieser Welt hetzt.
Das Gegenteil von bescheiden ist der Auftritt der neuen Ferrari F12 Berlinetta. Der 6,2-Liter-V12-Motor protzt mit einer Maximalleistung von 740 PS. Das maximale Drehmoment soll bei 690 Nm liegen. Die Maximaldrehzahl wird mit 8.700/min. angegeben, gepaart wird das V12-Triebwerk mit einem F1-Doppelkupplungsgetriebe.
Premiere in Genf feierte der MagnaSteyr Mila Coupic. Das Auto ist SUV, Coupe und Pick-up; Mit dem elektrisch verstellbaren Stoffverdeck bekommt die Studie innerhalb kürzester Zeit ein Panoramadach.
Was die Damen im Haus sonst noch zu sehen bekamen: ...
Radikales von Koenigsegg: Der Agera R wird in der 2013er Version mit 1140 PS auf die Straße gelassen. Getankt wird – siehe gutes Gewissen – E85 Biosprit. 17 Sekunden braucht der junge Schwede, um von 0 auf 200 Meilen zu beschleunigen.
Ein Revival feiert der Honda NSX in Genf. 2015 soll der Verkauf starten und der V6-Benziner mit Sport-Hybridsystem inklusive Allradantrieb mit 3,7 Liter den guten alten NSX vergessen machen.
Noch ein gutes Beispiel aus der Verbindung Downsizing und Sportlichkeit: Audi zeigt mit dem A1 Quattro, wozu Kompakte heutzutage fähig sind. In dem Fall: 256PS, 350Nm und Beschleunigungswerte wie ein Großer: 5,7 Sekunden braucht der Kleinwagen von 0 auf 100km/h. Vorläufig prognostizierter Durchschnittsverbrauch: 8,5 Liter.
Toyota zeigte erstmals den FT-Bh Concept. Das kryptische Kürzel steht für "Future Toyota – B-segment hybrid". Der Kompakte mit dem mächtigen Innenraum soll nur rund 850kg wiegen.
Als “Vario-Öko-Lounge”-Mobil zeigt sich der Citroen Tubik. Der 4,80 Meter lange Van hat ein varibles Sitz-Konzept. Die Franzosen setzen auf einen Hybrid4-Antrieb, der einen Dieselmotor an der Vorderachse und einen Elektromotor an der Hinterachse miteinander zu einem Allradantrieb kombiniert.
Genf ist auch wie jedes Jahr Spielplatz für die neueste Rinspeed-Studie. Beim Dock +Go, einem umgerüsteter Smart four two, dient das Heck nicht nur als Stauraum, sondern führt auch die zusätzliche Energiequelle für den elektrischen Antrieb mit. Eines allerdings ist jedes Jahr gleich beim Rinspeed-Konzept: Die Felgen stammen von der Dotz-Schwester AEZ.
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Auto-Salon Genf
posted: 09.03.2012