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Gleich nach der SEMA die wichtigste Tuningmesse stellen jährlich im Jänner die Macher des Tokyo Autosalons auf die Beine. Mehr als eine Viertel Million Besucher staunten nicht schlecht über die Trends im Fernen Osten. 
Genau 255.709 Fans der immer wieder für Überraschungen guten japanischen Tuningszene bevölkerten am vergangenen Wochenende das Convention Center in Shibuya für die neueste Ausgabe des Tokyo Autosalons. Rund 300 Aussteller haben mehr als 600 ihrer getunten Boliden mitgebracht.
Der bislang völlig abgeschottete japanische Markt hat ein paar seiner Restriktionen aufgelöst – und 2012 waren erstmals auch getunte Fabrikate deutschen Ursprungs mit dem typisch verspielten Japan-Touch in Kahimmakuhari zu sehen. Zum Beispiel stellte goldRush rallye einen von Jonari hergerichteten SLS AMG aus.
Grafitti und Bling spielten – wie an diesem Hummer – auch 2012 wieder eine entscheidende Rolle bei den Cartoon-verrückten Tunern.
Subaru war einer der lokalen Produzenten, die auch diesmal wieder dick aufgetragen haben. Etwa mit dem BRZ STI GT300 von Subaru Racing. Der Sportler soll mit seinen 300PS in der SuperGT-Serie für Furore sorgen.
Aber auch für die Straße kommt ein BRZ, der laut Gerüchten mit dem Motor des Impreza WRX und seinen 270 Pferden auf den Markt gebracht wird. Der Subaru unterscheidet sich zum nahezu baugleichen Entwicklungsbruder Toyota GT 86 optisch lediglich durch eine neu gezeichnete Frontschürze und die Markenlogos.
Dick aufgetragen haben auch wieder mal die Organisatoren mit dem weiblichen Begleitschmuck. Wobei dick auftragen auch in Tokyo heißt: möglichst wenig auftragen, Kleidung nämlich.
Lexus präsentierte die Convertible-Version des LFA. Der Luxussportler basiert auf einem 4,8 Liter-V10 mit 552PS und soll rund 370.000 US-Dollar kosten.
Honda-Werkstuner Mugen hat dem Hybrid CRZ etwas auf die Sprünge geholfen. Neuer Kompressor und neue Motorsteuerung sorgen erstmals für so was wie Sport-Feeling: 179PS bei 205Nm hat Mugen herausgeholt.
Der japanische Edeltuner HKS kam mit dem erstmals für die 2010er GTR-Serie konzipierten Twin Turbo in einem R35 GT1000 Concept nach Tokyo. Die 1.000 steht für – genau – für 1.000 PS.
Mazda zeigte den RX-7 von Drifter „Mad“ Mike Whiddett. Der Unterbau des Neuseeländers, auf die Räder gestellt mit Brausepower from Austria, wurde von Magic Co in Japan realisiert.
Einer der größten Stars bekam für seinen ersten richtigen Auftritt vor Publikum sogar Auslauf am Freigelände: der neue Toyota GT86 mit 200PS und 205Nm. Toyota stellt seinen zwei Ikonen, den AE86 und seinen neuen Star, der im Sommer auf den Markt kommt, gegenüber.
Auch der legendäre RH9 Club zog wieder ein paar neue Member an. Bei RH9 dürfen nur jene Tuner mitspielen, deren Autos die Viertelmeile unter neun Sekunden schaffen. Das war kürzlich für diesen Toyota Supra dank seiner 3,1 Liter-Maschine mit 1.008 PS ein Kinderspiel.
Zu einer besonderen Party lud diesmal auch Tokyo Autosalon-Mitbegründer Daijiro Inada. Dessen Tuning-Magazin „Option“ feierte sein 30-jähriges Bestehen mit ein paar der Cover-Autos aus den letzten Jahren.
Etwas Besonderes haben sich darüber hinaus die Drifter der D1-Serie einfallen lassen - mehr dazu in Kürze auf dotzmag.com.
Links:
Tokyo Auto Salon
posted: 17.01.2012