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361 Aussteller zeigten insgesamt 626 wie immer zwischen schrill und omnipotent wechselnde Autos beim Autosalon Tokyo im Jänner 2011. 243.000 Tuning-Fans ließen sich die größte Aftermarket-Messe in Asien nicht entgehen. Auch Dotz Mag war vor Ort.

Mehr als 107.000 Zuschauer drängelten sich alleine am dritten und letzten Tag im Convention Center der japanischen Metropole, um alles zu sehen, was aktuell auf den Straßen Japans für Staunen und PS-Röhren sorgt.
Der größte Star unter den Autos und das Ausstellungsstück, an dem sich die meisten der Tuner versuchten, war der neue Honda CR-Z.
Kansai-Service, der Workshop des Edeltuners HKS, etwa ließ außen wieder seine Karbonfieber-Teile sprechen, während...
... der Motor dank Turbolader, Spezialkühler und anderen Details hochgerüstet wurde.
J´s Racing Team verpasste dem CR-Z ein maßgefertigtes Fahrwerk, eine Fiberglas-Motorhaube, Recaro-Sitze und 18-Zoll-Räder.
Auch der Tuning-Produzent Kakimoto hat für den CR-Z eine ganze Reihe an neuen Teilen auf Lager.
Honda selbst verfeinerte unter dem Konzept-Namen TS1X den CR-Z mit mattschwarzer Lackierung, Spoilern, Schürzen und einem mächtigen Heckflügel die Aerodynamik des Hybrid-Sportlers.
Von Honda gabs aber auch ein Auto für andere Sportler. Dieser Freed Spike ist als Outdoor-Konzept gemeinsam mit Asics entstanden und soll mit dem Heck-Vorhang, hinter dem man im Bedarfsfall auch eine Dusche installieren kann, vor allem Camper und Outdoor-Sportler zum Kauf anregen.
Camping und Outdoor war neben Honda aber auch bei...
...Suzuki ein Thema. Der japanische VW-Partner stellte in Tokyo drei verschiedene, mit Sportartikelherstellern produzierte Konzepte seines Solio vor. Neben X-Adventure...
...hat sich auch der französische Winterausrüster Salomon und..
...der finnische Sportausrüster Suunto zu einer Zusammenarbeit entschlossen.
Die einheimischen Tuner bringen aber auch ihre Racing-Konzepte auf die Straße. In erster Linie wird hier am Design getüftelt. Nissan-Tuner Nismo etwa zeigte, wie das Outfit der Racer aus der Super GT Serie im Alltag aussehen kann.
Der Nissan Elgrand Nismo S Tune ist mit einem Aero Kit, 18 Zoll-Rädern und einem tiefer gelegten Fahrwerk ein richtiges Biest von einem Van.
Die Toyota-Luxusmarke Lexus spiegelte wiederum das Design des LF-A Racers, der mehr als 500PS auf die japanischen Rennstrecken bringt,...
...in einem IQ Racing Concept. Der von einem Kompressor betrieben 1,3 Liter-Motor soll deutlich mehr als die originalen 98PS leisten. Ob der IQ mit Überrollkäfig und adaptiertem Fahrwerk auf die Straße kommt, steht noch nicht fest.
Subaru wiederum stülpte sein STI-Konzept auf einen Trezia. Während der Motor unverändert 107PS leistet, verpasste Subaru dem Van eine Komplettverkleidung, 18 Zoll Räder und ein neues Fahrwerk.
Daneben prangt aber auch der Impreza WRX STI in einer von den Fans lange ersehnten Stufenheck-Ausführung mit riesigem Heckflügel. Die kernige Vierrohr-Abgasanlage sorgt für einen Vortrieb von 320PS. Subaru wird heuer auch wieder in die Rallye-Szene einsteigen und so manches Werksauto mit Teilen und Know-How unterstützen.
Subaru brachte aber auch einen seiner richtigen Racing-Stars ins Convention Center. Der Legacy B4 GT300 aus der Super GT-Serie bringt mit einem 2 Liter Turbo-Motor mehr als 300PS und 392Nm auf die Circuits in Japan. Aber nicht nur dort: Subaru hat auch die Teilnahme am 24-Stunden Rennen am Nürburgring angekündigt.
Dass aber auch europäische Auto-Gesichter Japans Straßen prägen, zeigte etwa der ansässige Tuner Newing mit seinem Audi TT-Kit. Die Alpil-Teile umfassen Frontspoiler, Schürzen, Heckspoiler und modifizierte Auspuff-Auslässe.
Der japanische Tuning-Spezialist Hashimoto, Spezialist für europäische Fahrzeuge in Japan und als solcher Exklusiv-Vetrieb für Dotz Tuning Wheels im Inselreich, brachte einen Mini Countryman auf 20 Zoll-Rädern mit einem KW Gewindefahrwerk nach Tokyo.
Hashimoto zeigte auch einen Porsche Cayenne S Hybrid in modifizierter Version.
Neoteny gab beim Tokyo Autosalon 2011 sein Debüt gleich mit Stil. Und zwar mit einem von JOB Design entworfenen Lamborghini Gallardo.
Immer noch ein riesiges Thema im Inselreich sind die getunten Mini-Vans, die weiterhin in sämtlichen Farben, Formen und Tuning-Teilen auf den Straßen zu sehen sind.
Eine ganz andere Art von Tuning ist im Club RH9 gefragt. Der „Record Holders“ Club ist exklusiv für Workshops, die es geschafft haben, mit dem Nissan GT-R im Street-Style die 400 Meter in neun Sekunden zurückzulegen.
Klar, dass ein solcher Anreiz den Ehrgeiz der GT-R Tuner anstachelt. Die Workshops matchen sich inzwischen in ganz Japan um die beste Performance.
Bestimmt kein Problem, die RH9-Kriterien zu erfüllen, hätte dieser von Blitz ausgestattete FR35 GT-R.
Der Doppel-Turbolader mit Racing-Kühler, ein kompletter Absaugungs- und ein umfassender Motor-Kit befeuern den GT-R von Blitz mit sagenhaften 1.000PS.
Neben all den seriösen Bewegungs-Konzepten sind die japanischen Tuning-Fans aber auch für ihre kuriosen Ideen bekannt. Das hier ist beispielsweise kein Panamera, sondern ein Pana-Z: Fairydesign stülpte dafür ein Panamera Cabrio-Chassis auf die Basis des Nissan 350Z. Der 3,5 Liter V6-Motor schafft 313PS.
Ein Nissan Fuga war auch das beste Beispiel, dass die Manga-affinen Japaner immer noch mit Hingabe ihre liebsten Cartoons auf ihrem Auto spazieren führen.
Und, natürlich, nicht fehlen durften Gals, Gals, Gals. Egal ob beim Stand von Abarth...
...oder sonst wo auf den insgesamt...
...rund 200.000qm der Makuhari Messe.
posted: 21.01.2011